Junge Fahrradfahrer üben für Schweden
400 Höhenmeter, 120 gefahrene Kilometer, 26 Räder, elf junge
Abenteurer, drei Tage, zwei Bundesländer und ein Ziel:
Schweden. In diesen Zahlen lässt sich die Vorfahrt für die
Schwedentour zusammenfassen.
Unbezifferbar ist, was sich währenddessen alles ereignet: Steile
Bergfahrten im Mecklenburger Hochgebirge, überraschende
Chillpausen an unbekannten Badeseen, die geschenkte Kiste
voller dampfender Würsten zum Abendessen, ein selbstprovozierter
Beinahe-Schwan-Angriff, Holzhacken und Überdem-
Feuer-Kochen.
Veranstaltet wird die Aktion vom CVJM Prignitz e.V. in
Marienfließ, von wo aus die Tour startet. In Heiligengrabe und
Neu-Grüssow empfangen wir unerwartet große Unterstützung
und Gastfreundschaft, wo wir fürstlich empfangen werden und
unsere Zelte aufschlagen.
Und zwischendurch erkunden wir die diakonischen Einrichtungen
des „Friedenshortes“ in Heiligengrabe, rätseln en passant über
Maulbeerbaumplantagen (Was haben die Preußen hier
verzapft?), wundern uns über die „kampfmittelbefreite“ und
„naturbelassene“ Heide und fahren durch die Gedenkstätte
Todesmarsch im Belower Wald – genug Stoff für Gespräche
während der vielen Kilometer. Es stimmt wirklich: Reisen bildet.
Die Vorfahrt ist bestanden; in den Sommerferien kann es nun
nach Schweden gehen. Wenn schon ein Wochenende in nächster
Umgebung so ereignisreich sein kann, versprechen die zehn Tage
in Schweden große Abenteuer.



